Büffeln fürs Klima

Schon von weitem kann man die schwarzen Flecken auf der Wiese ausmachen: Elf Wasserbüffel, ausgewachsene Rinder und Kälber, stehen neben dem Rad- und Spazierweg zwischen Amendingen und Steinheim auf der Wiese. Neugierig und stoisch stehen sie da und beobachten, wer an ihrem Zaun stehen bleibt.

Am 16. April 2026 sind das 36 Menschen, die mit Ferdinand Fehler, Landschaftsplanerin Daniela Streifenberger sowie den Wasserbüffelhaltern Lea und Robin Robrook die Tiere besuchen.

„Was passiert, wenn ein Fuchs über die Weide läuft?“ fragte der jüngste Teilnehmer. „Der wird schon merken, dass da die Büffel sind, die werden ihn bestimmt vertreiben.“ Antwortete Nebenerwerbslandwirt Robrook entspannt. Geduldig beantworteten er und seine Frau Lea die zahlreichen Fragen zu den beeindruckenden Tieren.

Die Tiere sind im Winter im Stall, gestern wurde auf der Weide ein Kälbchen geboren und vieles weitere mehr erfuhren wir von dem Ehepaar.

Aber was haben die Büffel nun mit dem Klimaschutz zu tun? Als KIMM-Mitglied wollte ich natürlich auch auf diese Frage eine Antwort haben.

Durch die Einsparung und den nicht nötigen Transport von Dünger wird schon mal CO2 eingespart. Ebenso in der geplanten regionalen Vermarktung des Fleisches. Am meisten CO2 wird jedoch durch die Beweidung eingespart. Die Tiere grasen alles ab, wodurch die Pflanzen langsamer wachsen und die Böden mehr Humus aufbauen. Im Boden von Magerwiesen wird mehr CO2 gespeichert als im Wald. Das fand ich schon mal gut. Aber ich hörte noch mehr positives, was auch den Artenschutz betrifft:

Auf den Ausgleichsflächen der Stadt, wozu auch dieses Gebiet gehört, soll die Artenvielfalt unterstützt werden. Auch dafür sorgen die Wasserbüffel mit ihrem Appetit! Invasive Pflanzen, wie zum Beispiel das indische Springkraut werden so lange abgegrast, bis sie verschwinden. Die Böden werden magerer und heimische Arten, welche diese Bodenart bevorzugen, breiten sich aus. Zwischen den stark gedüngten Nutzflächen (Löwenzahnwiesen) sind diese Gebiete ein Paradies für bedrohte Pflanzen- und Tierarten. Vor allem Insekten fühlen sich dort wohl und damit kommen auch Vögel zurück, welche die Krabbeltiere gerne verspeisen. Einige TeilnehmerInnen der Führung konnten sogar eine Goldammer entdecken!

Mein umweltpolitisches Interesse war befriedigt und ich konnte den restlichen Nachmittag in der Steinheimer Flur nun voll genießen: Den Anblick von lächelnden Menschen, stolzen Rinderhaltern und wunderschönen Wasserbüffeln im Sonnenschein.


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